Der Verein

Chronik des SC 1948 Astheim e.V.

Am 1. Juli 1948 wurde unter dem Vorsitz von Andreas Kann unser Verein gegründet. Ziel der 21 Gründer war es, in Astheim im Sportclub allein die sportlichen Aktivitäten zur Bereicherung des Astheimer Vereinslebens besser zu verfolgen. In der Satzung wurde festgelegt, den Fußballsport zu fördern sowie Turnen und Gymnastik zu betreiben.

Fußball wurde zunächst in der B-Klasse gespielt. 1951 gelang der Aufstieg in die A-Klasse. Ab 1953 übernahm Karl Gött die Vereinsführung, die er bis 1969 inne hatte. Im Sportbetrieb ging es auf- und abwärts, da es fast stets am richtigen Nachwuchs fehlte. Im Jahre 1955 musste man zunächst den Turnbetrieb aufgeben, weil der nötige Raum nicht vorhanden war. Schließlich musste 1961 der gesamte Spielbetrieb für volle drei Jahre eingestellt werden.

Im Herbst 1964 beschlossen einige junge Männer aus Astheim und Bauschheim, eine Spielgemeinschaft ins Leben zu rufen. Die Generalversammlung im Februar 1965 genehmigte die Aufnahme der Bauschheimer Sportfreunde. Mit zwei aktiven Mannschaften sowie einer Jugend- und einer Schülermannschaft wurde die Verbandsrunde bestritten. Die Spielgemeinschaft garantierte dann für die nächsten drei Jahre, dass bei uns weiterhin aktiver Fußball geboten wurde. Der Verein stand jetzt wieder auf festen Füßen.

Zwischenzeitlich war der Sportplatz vergrößert und mit einer kleinen Flutlichtanlage versehen worden. Die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Groß-Gerau war beantragt und Mitte 1966 genehmigt worden.

Ein wichtiger Meilenstein in der Vereinsgeschichte war der Bau des Sportheimes, der dem Verein ab 1968 eine neue eigene Heimstätte und der Frauengymnastik und dem Tischtennissport neue Räume bot. Fünf Jahre später konnten beide Sportarten ihren Übungsbetrieb in die neuerbaute Schulsporthalle verlegen und den Übungsraum im Sportheim für den Betrieb einer Gaststätte mit dem Namen "Sport-Casino" frei machen.

Im Bereich des Sportplatzausbaus konnte das vorhandene Spielgelände nur zu einem Hartplatz umgewandelt werden und nicht aus dem Hochwasserbereich heraus verlegt werden.

Im Oktober 1975 erreichte der SCA die Mitgliederzahl von 500. Die erste Mannschaft errang die Vizemeisterschaft und die zweite wurde Meister in der Verbandsrunde 1974/75. Die AH-Mannschaft konnte ihr 10jähriges Bestehen feiern.

Zwischenzeitlich konnte der SCA sein sportliches Angebot um die Disziplin Volleyball erweitern, musste aber die Trennung der Tischtennisabteilung hinnehmen.

1976 schaffte der Sport-Club mit Trainer Herbert Neuholz den Aufstieg in die A-Klasse Darmstadt. Nach zwei Jahren ging der Fahrstuhl wieder zurück zur B-Klasse Groß-Gerau. Die Jahre danach waren von wechselndem Erfolg gekennzeichnet. 1986 verlor man im Entscheidungsspiel gegen den VfR Rüsselsheim vor sagenhaften 1200 Zuschauern mit 3:0.

Die Geschichte des Sportplatzausbaus stand nicht still. 1980 wurde im Rahmen eines Fußballfreundschaftsspiels gegen die Junioren von Kickers Offenbach eine neue Flutlichtanlage eingeweiht.

Fußball, Turnen, Volleyball sind längst nicht der ganze Sport im SC Astheim: 1984 erweiterte der Verein das sportliche Angebot mit der Bildung einer Jazzgymnastikgruppe unter der Leitung von Wilge Stahl. 1987 folgte ihr Margret Pfreundschuh und im Winter 1991/92 Analusia Knöß in diesem Amt.
1993 nahm die Gruppe einen rasanten Aufschwung, als Kerstin Förster, unterstützt von Petra Finger, das Kommando übernahm. Die Gruppe durfte bei keiner Veranstaltung mehr fehlen, weil sie "Musik in die Bude" brachte. Alle waren begeistert, Applaus und Zugaben waren der langen Übung Lohn.
Sie ist bei vielen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Gemeinde gern gesehener Gast.

1988 stand das 40. Jubiläum an. Sicherlich der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war aus diesem Anlass ein Fußball-Freundschaftsspiel im Treburer Stadion gegen die Profis der Frankfurter Eintracht mit Stein, Detari, Körbel und Co.

Nach zähem Ringen auf vielen Ebenen, der einem sportlichen Marathon vergleichbar war, konnte im Jahre 1990 unser erster Kunstrasenplatz eingeweiht werden. Mit den baulichen Entwicklungen im Sportstättenbau einher verliefen die positiven und negativen sportlichen Ereignisse.

Im Spieljahr 1997/98 konnte die erste Seniorenmannschaft wieder einen größeren Erfolg verzeichnen; sie erreichte die Qualifikationsrunde zum Aufstieg in die Bezirksliga. Doch im 50. Jubiläumsjahr war uns der Aufstieg nicht vergönnt.

Im Spieljahr 2002/03 musste die erste Seniorenmannschaft in die Abstiegs-Relegation. Im Relegations-Hinspiel zwischen den Fußballern des SC Astheim und des B-Ligisten FV Hellas Rüsselsheim besiegte der A-Ligist die griechischen Herausforderer mit 4:2-Toren. Unter den Augen von etwa 300 Zuschauern, schaffte sich der gastgebende Astheimer Sport-Club eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 12. Juni 2003 in Rüsselsheim. Dieses Rückspiel, ein fürwahr dramatisches Fußball-Relegationsspiel, hatte nach Verlängerung einen 3:2 (2:0/3:1)-Sieger hervorgebracht, für den trotzdem alles verloren war. Der Gastgeber und Herausforderer aus der B-Liga, der FV Hellas Rüsselsheim, scheiterte knapp an einem "glücklichen" A-Ligisten.

Im Spieljahr 2003/04 stand für die zweite Fußball-Seniorenmannschaft (Reserve) eine Neuerung bevor: Sie spielte in der neu geschaffenen Kreisliga C Groß-Gerau. Die erste Seniorenmannschaft musste das zweite Jahr in Folge in die Abstiegs-Relegation.
Im Relegations-Hinspiel zwischen den Fußballern des SC Astheim und des B-Ligisten FC Hillal Rüsselsheim, besiegte der A-Ligist unter den Augen von etwa 250 Zuschauern die marokkanischen Herausforderer mit 2:1-Toren. Beim entscheidenden Rückspiel in Rüsselsheim spielte eine marokkanische Musikgruppe ab Einlaufen der beiden Mannschaften bis zum Siegestaumel der Gastgeber während der gesamten Spielzeit laut mit Trommeln und Blasinstrumenten auf – und gab damit den Spielrhythmus des FC Hillal vor. Gegen diese Übermacht hatte die mitgebrachte Astheimer Sirene keine Chance. Hillal gewann auf eigenem Platz vor gut 400 Zuschauern mit 4:1.
Somit war dem SCA diesmal der Klassenerhalt nicht möglich.

2003 wurde die Abteilung Gymnastik um die Gruppe Bauch-, Beine-, Po-Gymnastik erweitert, die gleich bei ihrer ersten Übungsstunde eine erfreulich hohe Beteiligung hatte. Im Jahr 2004 bekam der Verein mit „KIDS IN MOTION“ ein neues sportliches Betätigungsfeld für seine kleinsten Mitglieder in sein Angebot, bei der der Andrang teilweise so groß war, dass eine Warteliste angelegt werden musste. Die Gruppe "Kids in Motion" wurde 2007 wieder aufgelöst.
Im Jahr 2004 konnte das „Sport-Casino“ 30jähriges Bestehen feiern, die Jazzgymnastikgruppe ihr 20. Jubiläum. Vor allen Dingen aber standen aufwändige Projekte bevor: Um die Konzession für die Gaststätte des Vereinsheimes zu erhalten, mussten die teilweise defekte Wasser- und Heizungsanlage, die Sanitäranlage und das Kühlhaus saniert werden. Außerdem hatte der Hessische Fußballverband dem Verein zur Auflage gemacht, die Schiedsrichterkabine umzubauen, welche dann schließlich in den zuvor als Ball- und Heizungsraum genutzten Raum verlegt wurde, in dem auch schon das neue Büro des Vereins entstanden war. Auch der Sportplatz musste saniert werden, wofür die Gemeinde Trebur die Kosten getragen hatte.
Im sportlichen Bereich wurde Ende 2004 der gesamte Trainingsbetrieb der Abteilung Karate, die seit 1995 bestand, eingestellt.

Die Fußball-Saison 2004/05 wurde von unserer 1. Mannschaft in der Kreisliga B Groß-Gerau auf einem hervorragenden 3. Platz beendet.
Ende 2005 wurde mit der Sanierung der Mannschaftskabinen und -Duschen begonnen. Die Arbeiten, die hauptsächlich in Eigenleistung von Vereinsmitgliedern durchgeführt wurden, waren im Frühjahr 2006 abgeschlossen.
In der Saison 2005/06 schaffte der Sport-Club als Vizemeister der Kreisliga B, den
(Wieder-)Aufstieg in die Kreisliga A Groß-Gerau.
In der Saison 2006/07 und 2007/08 war der Klassenerhalt leider nicht möglich, die 1. Mannschaft spielt nun in der Kreisliga C Groß-Gerau.
Im 60. Gründungsjahr konnte im September 2008, nach langem ringen mit der Gemeinde, endlich der neue Kunstrasenbelag sowie die erneuerte, weil in die Jahre gekommene Flutlichtanlage auf dem Sportplatz eingeweiht werden. Zu den Feierlichkeiten am 3. September 2008 wurden alle Mitglieder, Sponsoren, Jubilare sowie Persönlichkeiten aus Gemeinde und Politik eingeladen und die eingeladenen Gründungsmitglieder geehrt. Seit 60 Jahren sind Günter Baumann, Hans Bender, Werner Bauer, Ludwig Edler, Philipp Adam, Werner Finger, Friedel Kolb, Karl Gött und Herbert Just im Verein. Mit Urkunde und Nadel wurden Armin Klein, Ewald Märten und Herbert Bender für ihre 50-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.
Gründungsmitglied
Karl Gött (96) und "Bambini"-Fußballer Patrick Schmitt zerschnitten anschließend das rote Band und gaben den Platz offiziell frei.

Pünktlich zum Frühlingsanfang 2012 präsentierte der Astheimer Sport-Club bei der Jahreshauptversammlung das frisch renovierte Vereinsheim als Schmuckstück. Ab Herbst 2011 hatten rührige Vereinsmitglieder um den Vorsitzenden Michael Mundschenk an vielen Tagen neben ihrer beruflichen Arbeit in die Hände gespuckt, um das „Sport-Casino“ in Eigenhilfe mit neuem Glanz zu versehen. Dafür wurden rund 23 000 Euro investiert. Unter anderem wurden die Heizung teilweise erneuert, neue Fenster eingebaut und die Elektrik saniert, neue Fliesen verlegt und neues, modernes Mobiliar für den Gastraum angeschafft. Während der gesamten Baumaßnahme lief der Betrieb in der Vereinsgaststätte weiter. Im großen Gastraum besteht seitdem Rauchverbot. Für Raucher steht der Nebenraum zur Verfügung.

Größere sportliche Erfolge konnte der SCA erst wieder im Jahr 2015, in der Fußball-Saison 2014/15 verzeichnen: Die 1. Mannschaft des SC Astheim konnte nach einem 1:1 vor etwa 350 Zuschauern im Relegations-Rückspiel gegen SKV Mörfelden II davon ausgehen, in der Fußballsaison 2015/16 wieder in der Kreisliga B Groß-Gerau angesiedelt zu werden, weil der 2:1-Sieg von SKV Mörfelden II im Relegations-Hinspiel aufgrund des Mitwirkens eines offenbar frühzeitig abgemeldeten Kickers am "grünen Tisch" (vom Verband) in eine 0:3-Niederlage umgewandelt worden war. SKV Mörfelden II hatte zwar angekündigt in Widerspruch gehen zu wollen, doch war auch alles abhängig vom Ergebnis der Aufstiegs-Relegations Begegnung Ober-Ramstadt gegen VfB Ginsheim II. Denn der VfB Ginsheim II konnte in Ober-Ramstadt seine glänzende Ausgangsposition zum Sprung in die Kreisoberliga nutzen und damit die SCA-Restzweifel und den SKV-Ärger gleichzeitig in Wohlgefallen auflösen.

Auch in der Saison 2016/17 war der (Wieder-)Aufstieg in die Kreisliga A Groß-Gerau mit etwas Glück versehen: Nach einer überragenden Hinrunde mit 41 Punkten nahm sich die 1. Mannschaft zu Beginn der Rückrunde eine "Auszeit" von 3 Spielen, die allesamt verloren wurden – die miserable Wintervorbereitung hatte Wirkung gezeigt. Zum Glück konnte Ende März 2017 auf den „Pfad der Tugend“ zurückgefunden werden. Mit 5 Siegen in Serie konnte der Relegationsplatz gehalten werden. Doch mit einem Unentschieden in Wolfskehlen und einer Niederlage gegen Groß-Gerau rückte auch der 2. Platz wieder in weite Ferne. Dazu war Germania Gustavsburg im Jahr 2017 zu stark und man musste davon ausgehen, dass das Team von der Mainspitze – inzwischen Tabellenzweiter – keinen Punkt mehr abgeben würde. Aber aufgrund des Nichterfüllens des vorgeschriebenen Schiedsrichtersolls bekam Germania Gustavsburg 3 Punkte abgezogen, was den SC Astheim wieder – mit einem Punkt Vorsprung – auf den Relegationsplatz katapultierte. Die letzten 3 Saisonspiele wurden mehr oder weniger souverän gewonnen, sodass die Teilnahme an den Relegationsspielen gegen den FC Leeheim erreicht wurden.
Der Aufstieg war ganz klar eine große Teamleistung des ganzen Vereins. Vorstand, Spielausschuss, Trainer-Team, beide Aktivenmannschaften, die große Fan-Schar und der eine oder andere Gönner hatten alle einen Beitrag zum Erreichen des großen Ziels beigetragen.

 

An der Schwelle zum 70. Jubiläumsjahr – und darüber hinaus, – sind die Verantwortlichen des SCA bemüht, auch zum Wohle der Jugend den bisher eingeschlagenen Weg im sportlichen und kulturellen Leben mit der bisherigen Begeisterung und Hingabe fortzusetzen.

 

 

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